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Hirngerechtes Informieren

Dienstag, 7. Februar 2006

Workshop Nummer 8

Wusstet ihr schon, dass...

... ein Sachverhalt :

10 % durch lesen im Kopf bleibt ?!


20 % durch hoeren im Kopf bleibt ?!


30 % durch sehen im Kopf bleibt ?!


50 % durch
hoeren und sehen im Kopf bleibt ?!


80 % durch
hoeren, sehen, Mund und erklaeren im Kopf bleibt ?!


90 % durch
handeln (handeln), bauen und zeichnen im Kopf bleibt ?!

Ganz schön interessant, oder ?!

Das Fachpraktikum

Die H7 in Tarp oder wie motivieren wir die Schüler für den Physikunterricht?

Das Fachpraktikum für Physik fand im Schulzentrum Tarp statt. In der ersten Woche stand die Kinderuni, unter dem Motto " Faszination Natur", im Vordergrund. Die Grundschüler hatten drei Tage Zeit sich mit unterschiedlichen Projekten zu beschäftigen.
Viel mehr war ich aber auf die zweite Woche des Praktikums gespannt, denn da musste ich an die Front. Die H7 drufte ich, mit drei anderen Studenten, schon eine Woche zuvor kennenlernen. Uns vier Studenten war nach kurzer Zeit klar, dass in dieser Klasse kein normaler Unterricht stattfinden kann. Bei 11 fünfen und dem damit verbundenen Hass auf Physik ist das nur allzu verständlich.
Ursprünglich war es angedacht, dass vier Studenten sechs Unterrichtsstunden gemeinsam vorbereiten und jeweils zu zweit drei Unterrichtsstunden geben.
Wir vier haben diesen Plan über den Haufen geworfen und haben ein siebenstündiges Projekt auf die Beine gestellt. Das Projekt "Wärme und Temperatur" lief in den sechs Stunden folgendermassen ab:
  • 20 min experimentiern in Kleingruppen, die von jweils einem Studenten betreut wurden
  • 20 min Besprechung im Plenum
  • in der darauf folgenden Stunde eine kurze Wiederholung
Um die Schüler, nicht nur mit den Versuchen zu begeistern, haben wir alles auf einer Power Point Präsentation festgehalten und fotographiert.
In der siebten und letzten Stunde haben die Schüler ihren Lieblingsversuch aus dem Projekt in Gruppen der Klasse vorgestellt.

Die Begeisterung stellte sich bei den Schülern nach der zweiten Unterrichtsstunde ein. Ab diesen Moment brachte der Unterricht ganz viel Spaß. Ich habe in dieser Zeit sehr viele Erfahrungen gesammelt und dazu gelernt. Besonders begeistert war ich vom Team Teaching. Gemeinsam haben wir vier Studenten erreicht, dass die Schüler wieder mehr Spaß an der Physik haben (zumindest in diesen sieben Stunden).
Achja, als Dankeschön hat jeder von uns eine Schachtel "Merci" und eine selbst gebastelte Karte von der Klasse geschenkt bekommen. Ist das nicht ein Erfolg?

Hier könnt ihr noch ein paar Bilder vom FSP sehen:

P1240031

P1240039

P1240045

PICT0246

Hr_Voit

Unterricht-025

Montag, 30. Januar 2006

Workshop Nummer 6 (Nachtrag)

Warum ich nicht da war

Folgendes ist am Dienstag , bzw. am Montag vor den Weihnachtsferien passiert:

Am Montag Abend gabe es Nudelauflauf

Da ich alles, was überbacken wird, gerne sehr dunkel mag, war der
67588-kaese
und die
nudeln sehr knusprig.
Sven aß voller Genuss den Auflauf. Plötzlich machte es knack und der
gesunder_Zahn
war
kaputter_zahn

Am nächsten morgen mussten wir gleich zum
Arzt_allg
eine Überweisung holen. Für Sven war dies sehr peinlich, da er den Arzt nicht leiden mag
Monster-de2
und seit einem Jahr einen neuen
Arzt_nett hat. Anschließend ging es sofort weiter zum
op_arzt.
Dort verbrachte er sehr viel
UhrZeit.
In dieser Zeit machte ich mir wirklich Sorgen1.
So viel dazu, warum ich am Dienstag nicht da war.

Achja, sollte jemand das Gleiche passieren, in der Mürwiker Strasse 99 sitzt ein hervorragender
Arzt_nett1

Dienstag, 24. Januar 2006

Workshop Nummer 7

Die eigene Hand

Beim Zeichnen meiner eigenen Hand ist mir aufgefallen wie wichtig sie doch ist und für wie selbstverständlich ich sie hinnehme.
Ich habe im Internet ein sehr schönes Gedicht über die Hand gefunden:

Die große Hand

Die große Hand führt kleine Hand
Durch große Welt, durch fremdes Land
Und bleibt doch stets unerkannt

Viele Namen hat sie bekommen
Gegeben, gegeben, doch niemals genommen

Die Kleine hält die große Hand
In fremdem Land, in weiter Welt
Und lernt die Liebe, entwickelt ein JA
Zur Schöpfung und wächst, das gefällt
Der großen Hand

Die kleine Hand wird große Hand
Und führt aufs Neue kleine Hand
Die Geschichte rotiert wie ein Möbius-Band
Mal Stein im Wasser
Mal Sand am Strand


Guido Misbach

Meine Hände sind noch in Arbeit, wenn sie aber fertig sind werde ich sie in meiner Galerie ausstellen.

Schade finde ich nur, dass wir insgesamt 7 Hände zeichnen müssen. Das setzt mich etwas unter Druck, da ich momentan nicht sehr viel Zeit habe um in aller Ruhe zu zeichnen.

Montag, 19. Dezember 2005

Workshop Nummer 5

Ganz schön schwer

Die Aufgabe die Herr Schmid uns diesmal stellte war für mich schwer umsetzbar.
Wir sollten mit geschlossenen Augen aus einem Tonklumpen ein Gesicht modellieren. Mit dieser Übung soll die rechte Hemisphäre angesprochen werden. Wer beim Modellieren die Augen öffnet schaltet sofort von der rechten Heminphäre auf die Linke über.
Während der ganzen Übung war ich damit beschäftigt, meine Augen geschlossen zu halten und zu überlegen wie ich den Kopf modelliere. Ich habe bestimmt vier Anläufe gebraucht bis ich eine Idee hatte wie ich meinen Kopf gestalte.
Als wir dann endlich die Augen wieder öffnen durften war ich doch überrascht!
Herr Schmid war da anderer Meinung. An meinem Kopf würde man den Kampf sehen, den ich während dieser Übung geführt habe (recht hat er) und rechtshemisphärisch wäre das auch nicht, da mein Kopf Augenbrauen und Haare hat (in die habe ich ebsonders viel Mühe und Gedanken gesteckt). Tja, dass heißt für mich noch einmal einen neuen Kopf modellieren, aber diesmal mit einer Augenbinde...

Gesicht-erster-Versuch

(Auf diesem Bild sind leider die Haare und Augenbrauen nicht mehr zu sehen. Ich habe sie weggenommen um zu sehen, ob es so "rechthemisphärischer" aussieht.)

Gesicht-zweiter-Versuch

Der zweite Kopf ist mir besser gelungen, dass lag wohl an der Augenbinde.
Trotz der Augenbinde fiel mir die Aufgabe immer noch schwer. Ich konnte mir das Gesicht nicht vorstellen, das ich modelliere. Ich hatte mit geschlossenen Augen kaum ein Gefühl für die Proportionen.

Montag, 12. Dezember 2005

Workshop Nummer 4

Ein klasse Trick

In diesem Workshop sollten wir das Bild "Igor Strawisnski" von Picasso abzeichnen. Als ich das Bild sah, dachte ich: "Das schaffe ich nie, da sind viel zu viele Linien , wo fange ich an?"
Um das Bild aus einer anderen Sicht zu sehen, drehte Herr Schmid das Bild auf den Kopf und bat uns das abzuzeichnen was wir sehen.
Plötzlich stellte das Bild für mich kein Problem mehr da. Jeder Strich, jede Kurve war ganz leicht zu malen. Nach kurzer Zeit war mein Bild fertig:

Picasso

Dieser Trick ist klasse, denn er lässt sich auf jede Lebenslage übertragen. Steht man vor einem Problem, was für einen unlösbar scheint, sollte man erst einmal Abstand nehmen und das Problem aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Oft sind wir so eingeschränkt in unserem Denken und vergessen dabei die Weitsicht. Doch gerade diese erleichtert uns das Leben erheblich.

Sonntag, 4. Dezember 2005

Workshop Nummer 3

20 intensive Minuten

bildlich-denken

Als Herr Schmid die Übung zur Hemisphärensynchronisation erklärte, dachte ich, dass mich 20 gedankenfreie Minuten erwarten. Falsch gedacht!!
Ich glaube ich habe noch nie so intensiv nachgedacht wie in dieser Zeit. Neben den Zählen, schwirrten 1000 Gedanken durch meinem Kopf, die alle bedacht werden wollten. Ich habe über mein Studium nachgedacht, über meine Kindheit über die beiden Studenten, die so wunderbar lansgsam gegangen sind usw. Eigentlich bin ich genervt, wenn etwas langsam geht. Ich werde ungeduldig und ärger mich über die Leute, die die Langsamkeit verursachen.
Aber warum ärgern mich eigentlich die Menschen, die langsam sind?
Ganz einfach, sie halten mich in meinem Tun auf.
Nicht jede Langsamkeit macht mich wütend, diese hier war überraschender weise sehr interessant.

Meine Kritzeleien:

Jeden Tag fünf Minuten kritzeln, dass ist eine sehr schöne Hausaufgabe.
Die meisten Bilder sind in Vorlesungen entstanden.
Mir selber ist aufgefallen, dass in meinem Kopf Figuren entstanden sind, ohne dass ich sie zuvor aufgezeichnet habe. Vielleicht lag das an der Aufgabenstellung. Es ist schwer unbewusst zu kritzeln, wenn letzendlich eine Figur in diesen Aufzeichnungen für mich zu erkennen sein soll.

1. Kritzelei (Dienstag, 29.11.2005)
Kritzelei_1


2. Kritzelei (Mittwoch, 30.11.2005)
Kritzelei_2


3. Kritzelei (Donnerstag, 01.12.2005)
Kritzelei_3


4. Kritzelei (Freitag, 02.12.2005)Kritzelei_4


5. Kritzelei (Freitag, 02.12.2005)Kritzelei_5


6. Kritzelei (Montag, 05.12.2005)Kritzelei_6


7. Kritzelei (Montag, 05.12.2005)
Kritzelei_7

Na? Wo ist die Figur?

Diese Hausaufgabe habe ich mit viel Freude gemacht. Das Rumkritzeln in den Vorlesungen war irgendwie entspannend für mich. Ich konnte für eine kurze Zeit in meine Welt abtauchen. Ich habe mich oft in meinen Kritzeleien verloren und musste mich nach fünf Minuten wieder zum Zuhören zwingen.

Sonntag, 27. November 2005

Workshop Nummer 2

Die Zeichenblockade

Als ich das Wort "Zeichenblockade" zum ersten Mal gehört habe, konnte ich mit diesem Begriff nicht so recht etwas anfangen. Wie kann man bloß eine Zeichenblockade haben? Das ist doch gar nicht Möglich ... doch, dass ist es!
Als ich meinem Zeichenpartner gegenüber saß, bekam ich diese Blockade schlagartig zu spüren.
Womit fange ich überhaupt an? Mit dem Kopf, den Augen oder doch der Nase? Ich hatte das Gefühl vor einem unlösbaren Problem zu stehen bzw. zu sitzen.
Irgendwann habe ich es dann doch noch geschafft meinen gegenüber auf das Blatt Papier zu bringen und im nachhinein muss ich sagen, gar nicht mal so schlecht. Aber woran lag das? Ganz einfach, ich habe mich nur auf Teilausschnitte des Gesichts konzentriert. Erst die Augen, dann die Nase usw.
Ganz zum Schluss fügten sich all diese Einzelteile zu einem Gesamtbild zusammen.
Ob meine Zeichenblockade dadurch aufgehoben ist, ist fraglich und um ehrlich zu sein habe ich den Zusammenhang zwischen einer Zeichenblockade und hirngerechtem Informieren noch nicht so ganz verstanden.

Mittwoch, 16. November 2005

Workshop Nummer 1

Die Wahrnehmung

Die Wahrnehmung ist abhängig von der Steuerung in unserem Gehirn. Kennen wir das nicht alle,die Aufregung und Anspannung vor einem Referat, das in einem voll besetzten Seminar gehalten werden muss? Nach dem Vortrag ist der Kopf wieder frei und viel aufmerksamer gegenüber äußeren Einflüssen. Doch erinnert man sich noch an die ersten einleitenden Worte des Referates, wieviele Studenten wirklich zugehört haben, ob der Dozent sich Notizen zu dem Referat gemacht hat. All diese Dinge haben wir in diesem Zeitraum nicht wahrgenommen, weil unser Gehirn eingeschränkt war. Hier ein interssanter Artikel dazu:

Im Alltag filtern wir Dinge die wir wahrnehmen. Die für mich relevanten Informationen werden erfasst und irgendwo in meinem Gehirn (Schubladen) abgelegt.
Ein kleines Beispiel dazu:
Ich stehen an der Kasse und vor mir steht eine junge Mutter mit ihrem Kind. Beide sind ärmlich gekleidet. Um die Wartezeit an der Kasse zu überbrücken kommt eine Mitarbeiterin des Supermarktes und verteilt kleine Schokoladentäfelchen. Die Frau vor mir nimmt sich zwei Stück. Als die "Schokoladen-Dame" im Begriff war weiterzugehen, winkte die junge Mutter die Dame mit einer abfälligen Bewegung und einem "Komm mal her" noch einmal zu sich hin. Die Mutter wollte ein weiters Täfelchen für ihren Mann haben. Ich dachte mir: "Ist klar, du siehst ärmlich aus und willst jetzt auch noch rumschnorren" In diesem Augenblick fand ich dass Verhalten der Mutter absolut unangemessen. Viel später habe ich über diesen Vorfall noch eimal nachgedacht. Vielleicht hat diese Familie kein Geld für Schokolade, oder vielleicht liegt der Mann schwerkrank zu Hause und ist traurig, dass er mit seiner Familie nicht gemeinsam einkaufen gehen kann. Vielleicht wollte die Mutter genau aus diesen Gründen eine kleine Tafel Schokolade für ihren Mann mitnehem.
Bei diesem Vorfall ist mir klar geworden wie schnell ich doch in Schubladen denke. Ich nehme Dinge/ Geschichten wahr, speicher aber nur für mich relevante Informationen ab. Durch diese Vorgehensweise entstehen Typisierungen und oberflächliche Wahrnehmungen.

Wie kann ich aber eine oberflächliche Wahrnehmung vermeiden, bzw. einschränken?

Es gibt vier Bedingungen für die Wahrnehmung:
1. betrachten, identifizieren
2. beobachten, interpretieren
3. begreifen, bewerten, spiegeln
4. beschreiben (in Worten)

Beispiel: Das Glas

glas

1.
Der Gegenstand ist ein Glas

2.
Der Fuss hat einen grünen Schimmer
Das Glas hat Unebenheiten.
Der Druck fühlt sich rau an.
Das Muster ist sehr fein.
Es hat eine geklebte Bruchstelle.
In der Mitte des Fußes hat das Glas eine Kugelform.
u.v.m.

3.
Woher kommt die Bruchstelle?
Wieso ist das Glas grün?
Wo kommen die Luftblasen im Glas her?
Hat das Muster eine Bedeutung?
Wo kommt das Glas überhaupt her?
Gehörte das Glas jemandem?
An was erinnert mich das Glas?
Womit verbinde ich solch ein Glas?
Mir gefällt das...., mir gefällt das nicht....
u.v.m.

4.
Abgespeichert unter:
altes Glas

Beschreibung:
Das ist ein altes oder auf alt getrimmtes Glas, das schön grün
im Licht leuchtet, mich an ..... erinnert und möglicherweise....
u.s.w.

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